Die Automatisierung administrativer Prozesse mit Robotic Process Automation (RPA): Übertriebener Hype oder praktischer Nutzen für die Logistik?

Das Nutzenversprechen von RPA ist einfach und verführerisch: Eine ermüdungsfreie Armee von Software-Robotern arbeitet Tag und Nacht den Berg arbeitsintensiver Dateneingaben fehlerfrei und kostengünstig ab. Und das ohne monatelange IT-Entwicklung für die Integration verschiedener Anwendungssysteme. RPA bezeichnet Software-Roboter (Bots), die repetitive, regelbasierte Aufgaben in einem Geschäftsprozess automatisieren. Bots imitieren die Handlungen der Menschen, die in einem Geschäftsprozess mit IT-Systemen wie etwa ERP- oder CRM-Systemen arbeiten. Dafür nutzen sie die gleichen Benutzeroberflächen wie menschliche Anwender.

RPA automatisiert vor allem manuelle und sich wiederholende Tätigkeiten von Menschen an IT-Systemen. Diese Automatisierung zielt weniger auf einen gesamten Prozesses, sondern vielmehr auf einzelne Aufgaben bzw. Schritte eines Prozesses. Die RPA-Software interpretiert Daten, trifft regelbasierte Entscheidungen und kommuniziert mit anderen IT-Systemen. Typische Beispiele sind das Einloggen in IT-Systeme und das Aufrufen erforderlicher Masken, das Ausschneiden und Einfügen von Informationen von einem IT-System in ein anderes, das Öffnen von einer E-Mail und Anhängen, das Extrahieren von Inhalten aus Dokumenten oder das Durchführen von Berechnungen und Workflows. Dies sind alltägliche, einfache und oft langweilige Aufgaben. Und das ist der springende Punkt: Indem RPA als „digitaler Assistent im Hintergrund“ den Mitarbeitern sich wiederholende Routineaufgaben abnimmt, können diese sich hochwertigeren Tätigkeiten widmen.

In unserem Online-Praxisforum am 18. Januar von 15:00 bis 17:00 Uhr beantworten wir gemeinsam mit dem IPD der FH Münster unter anderem die folgenden Fragen:

  • Welche Ansatzpunkte gibt es für RPA in Logistikprozessen? Und ist das überhaupt wirtschaftlich?
  • Wie lässt sich RPA in der Logistik (und anderswo) einführen?
  • Was ist Hyperautomation und welche weiteren aktuellen RPA-Trends gibt

Teil I: Präsentationen aus dem RPA-Seminar im Masterstudiengang Logistik

  • Ansatzpunkte für RPA in Logistikprozessen
  • Ein Vorgehensmodell zur RPA-Implementierung in der Logistik
  • Hyperautomation
  • Aktuelle Trends bei RPA

Teil II: Impulsvortrag „RPA – Praktische Anwendungen in der Logistik“ (Victor Kaupe, BASF)

Anschließend Diskussion

Zur Anmeldung geht es hier.

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